Verein

Unser aktueller Vorstand

Stehend v.l.n.r: Jan Johannsen (2.Jugendwart), Stephan Bahr (2.Schriftführer), Helge Misdorf (1.Schriftführer),

Bjarne Wittmaack (1.Straßen-Feldboßelobmann), Mike Fahr (1.Kassenwart), Nils Schlotfeld (3.Straßen-Feldboßelobmann), Steffen Bazan (1.Jugendwart), Jakob Thomsen (Fahnenträger)

Unten v.l.n.r: Arne Clausen (2.Kassenwart), Daniel Koch (2.Straßen-Feldboßelobmann), Willi Martens (1.Vorsitzender),

Oddy Krüger (Ehrenvorsitzender), Marcel Holst (2.Vorsitzender), Mark Schreiber (Pressewart)

Unsere Erfolge

Hauptverbandsfeste

A-Pokalsieger

2015

1110 m

in Garding

B-Pokalsieger

1989

1073,5 m

in Simonsberg

Unterverbandsfeste

A-Pokalsieger

1972

1240,5 m

in Tönning

1974

1221,5 m

in Uelvesbüll

1978

1222,5 m

beim Heverbund

1983

1180,5 m

in Uelvesbüll

1991

1155 m

in Garding

2012

1110,5 m

in Tetenbüll

2017

1124,5 m

in St.Peter

B-Pokalsieger

1985

884,5 m

in Koldenbüttel

1986

1020,5 m

beim Heverbund

1990

991 m

in Witzwort

1994

1040 m

in Koldenbüttel

HUSUMER-NACHRICHTEN-Pokalboßeln

A-Pokalsieger


1980 / 2009 / 2012 / 2014



B-Pokalsieger


1978 / 1985 / 1989 / 1991 / 2008 / 2018



C-Pokalsieger


2003

EM-Teilnahmen

Cork (IE) 1970

Rainh. Christiansen

Stand

3.Pl.

253,20 m






Garding (S-H) 1972

Rainh. Christiansen

Stand

5.Pl.

262,50 m






Jever (OLD) 1974

Rainh. Christiansen

Stand

2.Pl.

280,79 m






Tubbergen (NL) 1980

Detlef Witt

Stand Jugend

2.Pl.

245,10 m






Garding (S-H) 1984

Rainh. Christiansen

Stand

2.Pl.

280,20 m


Detlef Witt

Stand

Reserve







Cork (IE) 1992

Detlef Witt

Stand

14.Pl.

229,80 m






Cork (IE) 2008

Janosch Holling

Stand Jugend

8.Pl.

183,04 m


Marcel Holst

Stand Jugend

4.Pl.

210,04 m


Jan Johannsen

Stand

17.Pl.

204,41 m


Matthias Kettenbeil

Straße

30.Pl.

1512,40 m


Christian Tedsen

Feld Jugend

6.Pl.

808,10 m






Pesaro (I) 2012

Marcel Holst

Stand

22.Pl.

202,05 m


Jan Johannsen

Stand

11.Pl.

230,50 m


Matthias Kettenbeil

Straße

24.Pl.

1621,50 m


Christian Tedsen

Feld

24.Pl.

1245,50 m






Twente (NL) 2016

Jan Johannsen

Stand

2.Pl.

260,85 m


Daniel Koch

Straße

46.Pl.

1245,90 m

DM-Teilnahmen

 Nordhorn (Ofr.) 2005

Matthias Kettenbeil

Feld Jugend

Reserve


Matthias Kettenbeil

Straße Jugend

12.Pl.

994,00 m


Daniel Koch

Straße Jugend

8.Pl.

1256,00 m






Steinburg (S-H) 2007

Janosch Holling

Stand Jugend

2.Pl.

220,10 m


Matthias Kettenbeil

Stand Jugend

1.Pl.

230,60 m






Zetel (OLD) 2009

Jan Johannsen

Stand

3.Pl.

257,65 m


Christian Tedsen

Feld

4.Pl.

472,00 m






Eiderstedt (S-H) 2014

Marcel Holst

Stand

Reserve



Daniel Koch

Straße

9.Pl.

1422,00 m


Nils Schlotfeld

Feld Jugend

6.Pl.

514,00 m


Christian Tedsen

Feld

7.Pl.

625,00 m






Aurich (Ofr.) 2018

Jan Johannsen

Stand

3.Pl.

244,05 m

Symbolquellen: uv-eiderstedt.de / vshb.de / fkv-online.de                                                                    alle Angaben ohne Gewähr

Unsere Feldkämpfe

Stand: 30.04.2022

Gesamt

Gewonnen

Verloren

Remis

Abbruch

Gold gew.

Gold verl.

731

443

278

5

5

71

28

Gegner

Anzahl

erstmalig

Witzwort

92

1880

Uelvesbüll

86

1881

Oldenswort

66

1881

Tönning

62

1914

Lunden

53

1963

Simonsberg

52

1960

Husum

40

1897

Friesentreue

37

1925

Kombüttler Deerns

30

1990

St. Peter-Ording

27

1947

Friedrichstadt

25

1902

Mielebund

18

1963

Garding

16

1952

Marne

16

1993

Rödemis

16

1909

Kotzenbüll

13

1998

Feuerwehr

11

1980

Mildeburg

11

1966

St. Michaelisdonn

11

1953

längste Serie ohne Niederlage


2012 - 2014    19 Siege

höchster Sieg


1980     Mildeburg     25 Mann

8 Schott     91 Meter

Gegner

Anzahl

erstmalig

Stelle-Wittenwurth

10

1904

Neuenkirchen

5

1900

Heverbund

5

1952

Eiderbund

4

1965

Seeth-Drage

4

1922

Tating

4

1885

Büttel / Ingwershörn

3

1924

Mildstedt

2

1925

Weddingstedt

2

1927

Büsum

1

1913

Eddelak

1

1935

Eiderbund / K-Bund

1

1952

Eiderstedt / Kiel

1

1924

Kiel

1

1951

Lehe

1

1930

Meldorf

1

1959

St. Annen

1

1885

Westerdeichstrich

1

1987

längste Serie ohne Sieg


1961 - 1963 / 1975 - 1976   je 7 Niederlagen

höchste Niederlage


1947     Uelvesbüll     30 Mann

9 Schott + Kiek ut

Unsere Vereinsfahnen seit 1900


 Unsere Fahnenträger


1949-1985     Hans Alwin Jacob


1985-1992     Arne Clausen


1992-1997     Hans Peter Schmidt


1997-2021     Gerhard Krüger


2021-heute   Jakob Thomsen

von links: Hans Alwin Jacobs, Oddy Krüger

Unsere erste Vereinsfahne bekamen wir bereits 1902. Sie kostete damals 226,-Mark, wobei 60 Mark von dem damaligem Kassenwart J. J. Jessen gespendet wurden, da nicht genug Geld in der Kasse vorhanden war.


Unser erster Fahnenträger war Fritz Maaß, der dieses Amt noch im hohen Alter bekleidete.

von links: Hans Alwin Jacobs, Oddy Krüger

Die zweite Fahne wurde 1949 angeschafft, wobei dort bereits Hans Alvin Jacobs Fahnenträger wurde.


Unser Hans Alwin hat über Jahrzehnte dieses Ehrenamt hervorragend ausgeführt und ist auf vielen Fotos mit „seiner" Fahne wiederzuerkennen. Hans Alwin hatte diese Position bis 1985 inne; das sind 36 Jahre!!!


Die zweite Fahne wurde gemalt von Theodor Bruhn / Herrenhallig

von links: Willi Martens, Gerhard Krüger

Unsere dritte Vereinsfahne haben wir 1985 bekommen.


Sie wurde von Jarste Bock-Carstens gestickt.

Man stelle sich vor, dass bereits im Gründungsjahr 1900 schon über eine Vereinsnadel gesprochen wurde. Der BV Husum stellte eine Nadel zur Ansicht zur Verfügung.


In dem Protokoll von 1902 ist auch nachzulesen, dass bereits unser Logo „Übung stählt die Kraft" entworfen wurde, und es seitdem unsere Boßelkleidung schmückt. Zum Stiftungsfest 1925 erhielten die Boßler von ihren Ehefrauen ein Banner für die Vereinsfahne. Dieses Banner ist heute noch erhalten.

Anekdoten der letzten 100 Jahre

Tanzordner


In den Anfängen des Boßelvereines wurden unsere Bälle von Tanzordnern geleitet. Damals kostete ein Tanz 1 Mark, welche vorher zu entrichten war. In den Protokollen ist außerdem vermerkt, "dass wenn der Vorstand das Fest vorzeitig verlässt, die Tanzordner die Hoheit über das Fest erlangen und berechtigt sind, Unruhestörer auch gewaltsam zu entfernen!"

Die Wette


In der Zeitung "Eiderstedter und Stapelholmer Wochenblatt" vom 14. Februar 1899 steht geschrieben:

"Ein Landmann in Behmhusen wettete, beim Boßeln in 10 Würfen 140 Ruthen zu werfen, er warf jedoch nur 139 Ruthen, was schon eine gute Leistung ist."

Um diese Leistung richtig einschätzen zu können, muss man wissen, dass eine Ruthe in Dithmarschen 4,739m waren. Das bedeutet, dass der Landmann im Schnitt 65m werfen musste, um dieses Ergebnis zu erreichen!

Wir finden auch immer wieder Zeitungsanzeigen, in welchen Großbauern Knechte suchten. Es war aber gerade in Eiderstedt meistens der Zusatz zu finden, "er muß ein guter Boßler sein".

Die schriftliche Entschuldigung


Wie pflichtbewusst in den vergangenen Jahren unser Fahnenträger Hans Alwin sein Ehrenamt nahm, kann man daran erkennen, dass er sich beim Vorstand schriftlich! abmeldete, wenn er krankheits- oder beruflich bedingt fehlte. Soviel Pflichtbewusstsein ist schon vorbildhaft und typisch für unseren Hans Alwin.

Das legendäre Unentschieden


Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an das Jahr 1992. Dort haben wir gegen Husum tatsächlich unentschieden geboßelt. Beide Kugeln lagen so dicht auf, dass man es optisch nicht unterscheiden konnte. Da es schon spät wurde, konnte auch kein Maßband geholt werden. Deshalb einigten sich die Schiedsrichter auf ein Unentschieden. Das wurde nachher bei Manni noch lange diskutiert. Seitdem haben wir immer eine Rolle Tau im Kofferraum.

Die zurückgegebene goldene Kugel


Im Jahre 1902 hat Koldenbüttel gegen Friedrichstadt einen Kampf durchgeführt und diesen mit einem Kiekut verloren.

Über diesem Kampf kam es zum Streit, da bei Friedrichstadt 2 Husumer mitgeworfen hatten.

Deshalb wurde der Gegner offiziell aufgefordert, die goldene Kugel zurückzugeben, was dann auch geschah.

Im Protokollbuch ist noch extra vermerkt: "der Gegner zeigte sich während des Kampfes überhaupt sehr unerträglich!"

Das war zu dieser Zeit offenbar üblich, denn mir liegen mehrere solcher Verträge vor, die über Seiten und Paragraphen regeln, was in bestimmten Fällen getan werden muss und was der Verlierer dem Gewinner zahlen musste.

Es wurden regelrechte Wettkampfverträge vorher ausgefüllt.


Boßeln rund um Eiderstedt


Im Jahre 1989 kam von Jan Mertens die Idee, dass wir einmal rund um unsere Heimat Eiderstedt boßeln sollten. Dies hat der Boßelverein Koldenbüttel dann auch Pfingsten 1989 als erster und einziger Verein getan. Als jüngster Boßler warf Tobias Bensel in Uelvesbüll am Deich den ersten Wurf. Dann ging es 3 Tage rund um unsere schöne Halbinsel. Die 82 km wurden in insgesamt 1.812 Wurf bewältigt, was eine Durchschnittsweite von 45m pro Werfer ergab. Es wurden Gruppen eingeteilt, wer wann boßeln sollte. Die zurückkehrenden Werfer haben dann bei Manni und Ellen auf einer Karte immer ein kleines Fähnchen an der Stelle eingesteckt, wo sie zuletzt geboßelt hatten. So wussten die nächsten Teams immer, wo sie ungefähr suchen mussten. Von Sturm, Regen und Hagel bis zum besten Sonnenschein hatte das Wetter wirklich alles zu bieten. Trotzdem war die Stimmung hervorragend und alle waren dabei.

In Katingsiel wurde gegrillt und übernachtet. Durch Tönning wurde morgens um 06:00 Uhr ein Straßenboßeln veranstaltet. Anders konnte diese Strecke nicht bewältigt werden. Den letzten Wurf hat dann Peter Thiesen als 1. Vorsitzender vorgenommen.

Insgesamt gingen 20 Boßeln verloren. Leider blieb uns eine Eintragung ins Guinessbuch der Rekorde versagt. Trotzdem war es eine klasse Leistung aller Beteiligten.


Der vergessene Boßler


Zum Hauptverbandsfest 1985 in Meldorf reiste der Koldebüttler Boßelverein mit einem Bus an. Die Schwierigkeit war nur, dass an dem Vortag bei Manni und Ellen ein Faschingsball war. So stiegen morgens in den Bus Zombies, Punker und andere Gespenster ein. An Haarfarben waren von grün über rot bis blau alles vorhanden. Auf dem HV Fest boßelten wir gegen den Mielebund und holten uns mit 7 Schott und 17 Metern eine unserer höchsten Niederlagen ein. Bei jedem gefallenen Schott merkte Werner Witt nur an: "mment jüm, dat is schööön?", da alle eine gewisse Fröhlichkeit und Gleichgültigkeit an den Tag legten. Leider verpasste unser "Maskottchen" Adolf Johannsen den Anschluss.

Natürlich bemerkte auch keiner im Bus, dass er fehlte. So musste Fritz Christiansen nochmals nach Meldorf fahren, um ihn dort einzusammeln.

Kampf gegen Tönning


Koldenbüttel machte 1989 einen Kampf gegen Tönning. Über die gesamte Zeit waren die Tönninger überlegen und führten bis zur Nummer drittletzt mit einem Schott und großem Kiekut. Dann kam Fiede Clausen an die Reihe und schaffte es, dass die Kugel genau auf die gepflasterte Fläche des Heckloches am Kaltenhörner Deich prallte. Die Kugel bekam soviel Schwung mit, dass Tönning plötzlich hinten lag. Es war ein 65m Wurf und zusätzlich rollte die Kugel noch einmal über 100m! Somit gewannen die Koldenbüttler zum Erstaunen aller Tönninger noch mit 47m diesen Kampf.

Abends war in Tönning Boßelball und Stefan Bahr und unser Fiede mussten hin, um die goldenen Kugel vom Vorjahr abzugeben. Das Hallo war natürlich groß, als Fiede dort auftauchte. Der Abend wurde feucht-fröhlich und es ging erst um "halb" nach Hause.


Es gab in Tönning zwei Spezialgetränke:

1. Papagei = 2 Teile Escorial und 1 Teil Pernod

2. Happy Happy = 50% Pernod und 50% Jägermeister

Man erzählt sich, dass Stefan bis zum Verlust der Muttersprache gefeiert und sich später "den ganzen Abend noch einmal durch den Kopf gehen ließ".

Das verlorene Schott


Wir hatten 1992 einen Feldkampf gegen Uelvesbüll auf unserer Hausbahn bei Held Wulf. Bis zum Schluss führten wir mit 2 Schott und einem Kiekut. Dann warf einer der letzten Boßler die Kugel im 90° Winkel auf die benachbarte Pflugfenne. Jetzt mussten wir ein Schott herausziehen. Nur war unser Schott nich mehr da, denn Hermann Johannsen war nach Hause gegangen. Somit verloren wir dieses Schott und mussten das zweite Schott herausziehen. Wir kamen damit gerade wieder in die Bahn zurück. Unsere Nummer letzt Helmut Domeyer schaffte es dann, dass wir noch mit 8m diesen Kampf gewannen.

Die Mülltonne


Vor einiger Zeit wollten zwei Boßler unseren Kameraden Willi Martens abholen. Da Willi nicht aufmachte, versuchten die beiden über die Mülltonnen auf den Balkon von Willi zu steigen. Leider rutschte bei diesem Versuch eine der Mülltonnen weg und unser Boßelkamerad rutschte breitbeinig auf den Maschendrahtzaun. Wie es sich aber für einen Koldenbüttler Boßler gehört, wurde trotz starker Schmerzen weitergefeiert. Erst als er es morgens um 06:00 Uhr in der Disco vor Schmerzen nicht mehr aushalten konnte, ließ er sich ins Krankenhaus fahren. Dort konnte aber auf Grund seiner Verfassung keine Narkose mehr gegeben werden. Aber auch hier zeigte sich unser Boßelkamerad wie ein Mann, trotz Operation an seinem "kleinen Freund". Kein Wunder, denn nach 4 Pötten merkt man sowieso nichts mehr. Zu seinem Leidwesen konnte er seiner Lielingsbeschäftigung nicht nachgehen, da sich laut eigener Aussage einige Zeit nichts mehr abspielte.