Legenden

 Vereinslegenden 

 große Verdienste & große Erfolge 

(in alphabetischer Folge)

Rainhart Christiansen

Die Redensart: "De Boßel flücht noch, wenn he sick all lang weller antrocken hett."

Oder die ehrfürchtige Frage des Gegners vor den Feldkämpfen: "Is Rainhart hüüt bi jem in de Rull?" beschreiben den bisher erfolgreichsten Boßelsportler, den wir in Reihen unseres BV Koldenbüttel je hatten.

Nach der Auflösung des Boßelverein Friedrichstadt im Jahr 1970 wechselte Rainhart zu uns, und sammelte unzählige Titel und Rekorde.

Auch heute noch gibt es Nachahmer seines einzigartigen Wurfstils, bei dem sich sein Körper nach der Drehung in großer Höhe über dem Boden waagerecht in der Luft befand.


Eine Aufzählung seiner größten sportlichen Erfolge:


-  Silbermedaille Europameisterschaft 1974          280,79 m

-  Silbermedaille                -"-               1984          280,20 m

-  Bronzemedaille              -"-               1970          253,20 m


-  Hauptverbandsmeister 1975                              258,50 m

-                  -"-                  1985                              248,00 m


-  Unterverbandsmeister         heute wohl unerreichbare 17 mal zwischen den Jahren                                                        1971 bis 1991 errang Rainhart diesen Titel, von 1971                                                            bis 1984 sogar ungeschlagen in Folge. Mit Serien                                                                  zwischen 246,0 m und 281,0 m lagen seine Würfe                                                                  immer im Schnitt bei 80 m bis an die 100 m Marke heran


-  EM-Teilnahmen 1970, 1972, 1974, 1984


-  Inhaber der Boßelschnalle in Gold mit Eichenlaub und Brillanten


-  Teilnahme an den Vergleichskämpfen Eiderstedt gegen Dithmarschen:

   1970, 1973, 1974, 1976, 1978


Beim Hauptverbands-Pokalboßeln 1972 in Schobüll stellte Rainhart mit einer Weite von 281,5 m einen damaligen neuen Landesrekord auf. Er verbesserte damit die bestehende Rekordweite des Altonaer Boßlers Jonny Matzen von 274 m aus dem Jahre 1936.


Bei den Europameisterschaften 1974 in Jever erreicht er bei der Disziplin Flüchterkampf mit der Irischen 800 gr. Eisenkugel den 2. Platz mit einer Weite von 212,47 m und dem weitesten Wurf auf 75,97 m.


Bis heute hält Rainhart den Vereinsrekord, mit dem weitesten Wurf auf 99 m und der höchsten Serie von 291,5 m, aufgestellt 1974 in Eddelak.

 

 

Fiede Clausen

"Jaaa wir haaaben ein Idoool,...Fiiiedeee Claaauuusen....!", klingt es heute noch manchmal in geselliger Runde im BV, und diese Hymne hat er sich verdient.

In seiner Zeit als Jugendwart hat Fiede es geschafft, mit seinem Feuer und seiner Tatkraft in einer ganzen Generation Jugendboßlern eine Begeisterung für das Boßeln zu entfachen, von dessen Auswirkung der Verein bis heute sehr profitiert. Unter anderem mit dem Spruch: "Wenn du zum Sportplatz kommst und mit boßelst, bekommst du ne' Cola von mir", lockte er die Jungs.

Eine Zeit lang tummelten sich bis zu 50 Jugendliche beim Übungsboßeln um ihn herum.


Viele Teilnahmen an Europäischen und Deutschen Meisterschaften folgten, es gibt kaum einen Titel auf Haupt- und Unterverbandsebene, die seine Jungs nicht gewonnen haben. Ob auf Stand, Feld oder Straße. Höhepunkt war wohl die EM 2008 in Irland, für die sich 6 seiner Jungs qualifizieren konnten, und den größten Teil des Schleswig-Holsteinischen Kaders stellte.


                      Im Vereinsvorstand war er von 1984, mit einer zweijährigen Unter-                                     brechung, bis 2008 aktiv. Zudem von 2004 bis 2021 im Unterverbands-                             vorstand, unter anderem von 2009 bis 2017 als 1. Vorsitzender.                                                                  

                       Fiede war aber nicht nur als Ausbilder und Funktionär herausragend, er                            war auch an der Kugel stark. Als Inhaber der Bronzenen Leistungsplakette                         gelangen ihm sogar mal Würfe über die 80m Marke.                                                                   1978 und1987 nahm er an den Vergleichskämpfen Eiderstedt gegen                                       Dithmarschen teil.

 

                       Und auch heute noch läuft Fiede bei fast jedem Feldkampf mit, und im                               anschließenden Nachgespräch gibt es auch mal kritische, aber immer                               wieder aufmunternde und motivierende Worte von ihm zur Mannschaft.


Jan Johannsen

Unser Janni ist zweifellos der Ausnahmeboßler der Gegenwart im BV.

Mit seinem dynamischen Stil zeigt er Würfe, die alle Zuschauer immer wieder in Staunen versetzen.

In der Familie Johannsen, verteilt über weite Teile Eiderstedts hat das Boßelspiel schon lange einen hohen Stellwert. Selbst Vater Manni ist auch heute noch aktiv dabei und hat einen wichtigen Part in unserer Feldkampfrolle.

Jan ist seit seiner Kindheit in unserem Verein und boßelt heute als unsere

"Nummer Letzt".

Seit 2001 ist er im Vorstand tätig und hat mit den Aufgaben als Schriftführer, Kassenwart und derzeit als Jugendwart auch hier seine Vielseitigkeit und Hilfsbereitschaft für den Verein bewiesen. 

Auch der Vorstand des Unterverbandes profitiert von Jans Leidenschaft für diesen Sport, er unterstützt ihn seit 2021 als Schriftwart.


Eine Aufzählung seiner größten sportlichen Erfolge:


-  Silbermedaille Europameisterschaft 2016           260,85 m        weitester Wurf 92,03 m


-  Hauptverbandsmeister 2013                               236,00 m

                 -"-                    2019                               244,50 m


-  Unterverbandsmeister 2009                                252,00 m

                 -"-                   2010                                237,50 m

                 -"-                   2012                                244,50 m


-  Bronzemed. Deutsche Meisterschaften 2009      257,65 m

-  Bronzemed.       -"-                  -"-           2018      244,05 m


-  EM-Teilnahmen 2008, 2012, 2016


-  DM-Teilnahmen 2009, 2018


-  Inhaber der Goldenen Leistungsplakette


-  Teilnahme an den Vergleichskämpfen Eiderstedt gegen Dithmarschen

   2001, 2009, 2015, 2017

Oddy Krüger

Seit 1983 dem Vorstand angehörend, übernimmt Oddy im Jahre 1995 den Posten des

1. Vorsitzenden im Verein.

Von Beginn an lag ihm immer eine gute Jugendarbeit am Herzen, unter ihm wurde das Straßen- und das Feldboßeln in den Verein eingeführt.

Auch das aufbringen von nötigen Finanzmitteln, unter anderem zur Beschaffung von einheitlicher Vereinskleidung, durch Sponsorengewinnung und dem veranstalten von Lottoabenden war Chefsache.

Während Oddys Führung holte der BV alle nur möglichen Titel auf Haupt- und Unterverbandsebene im Männer- und Jugendbereich, ob Stand, Feld oder Straße. 

Er war verantwortlich bei 250 Feldkämpfen, hatte immer eine positive Saisonbilanz und ging durch die Saisons in den Jahren 2005, 2011, 2013 und 2020 sogar ungeschlagen.

In seiner Amtszeit hat der BV Koldenbüttel 40 Goldene Boßeln gewonnen.

Zudem organisierte er dreimal das Unterverbandsfest, ein Oldenburgtreffen, einige UV-Feste der Jugend, und war immer der erste und der letzte bei der Arbeit dieser Veranstaltungen.

Auch für den Unterverbandsvorstand hat Oddy sich von 2001 bis zum Jahr 2018 als Schriftwart aktiv eingestzt.

Sein Fotoarchiv füllt wohl unzählige Festplatten. Es gibt kaum eine Szene, kaum ein Motiv welches von Oddy nicht abgelichtet wird. Und seine Fotoalben sind immer wieder begehrt, um in Erinnerung an schöne Vereinsmomente zu schwelgen.

Seit 2021 ist unser Oddy nun Ehrenvorsitzender, und erfreulicherweise hat sein Engagement für unseren Verein auch heute noch den gleichen Esprit wie jeden Tag seit 1983.

Christian Schmidt-Tychsen

Dieses Bild zeigt nicht Christian sondern steht nur symbolisch für die Zeit um 1930

Über Christian lässt sich berichten, dass er der erste war der auf Eiderstedt beweisen konnte, das in Koldenbüttel auch erfolgreicher Boßelsport betrieben wurde.

Er war der erste, der den Titel des Unterverbandsmeisters für den BV Koldenbüttel holte. Dieser Meilenstein und einmalige Triumph gelang ihm im Jahre 1926 beim

5. Unterverbandsfest in Tönning, welches er mit 225,5 m gewann.

Christian wohnte in Koldenbüttel in der Villa Ecke Bundesstraße / Dorfstraße und ist kurz nach dem zweiten Weltkrieg verstorben.

Fortsetzung folgt...